Interdisziplinärer Austausch zwischen Informatik und Materialwissenschaft

Zwei Tage gemeinsame Forschung an der Universität Bayreuth

Collage aus chemischen Laborgeräten

Foto: Vishvapalsinhji Parmar
Collage aus chemischen Laborgeräten

Im Rahmen zur Förderung des interdisziplinären Verständnisses trafen sich die Promovierenden Vishvapalsinhji Parmar Informatiker von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Marcel Sticher, Ingenieur an der Universität Bayreuth, zu einem zweitägigen fachlichen Austausch an der Universität Bayreuth. Ziel des Treffens war es, die Perspektiven beider Disziplinen zusammenzuführen und ein gemeinsames Verständnis für experimentelle Materialforschung und digitale Methoden zu entwickeln.

Der erste Tag stand im Zeichen der experimentellen Untersuchung von Copolymer-Schäumen. Dabei wurde von Marcel Sticher die gesamte Prozesskette – von der Herstellung und Verarbeitung der Materialien bis hin zur Charakterisierung ihrer Eigenschaften – vorgestellt. Der Austausch ermöglichte einen vertieften Einblick in die Anforderungen und Herausforderungen der Materialwissenschaft und zeigte, wie dieses Wissen in die Entwicklung digitaler Ansätze einfließen kann. Zudem wurde der Einsatz eines elektronischen Laborbuchs zur strukturierten Dokumentation und besseren Nachvollziehbarkeit von Forschungsdaten demonstriert.

Am zweiten Tag lag der Fokus auf Vishvapalsinhji Parmars Entwicklung r von Ontologien für die Copolymerforschung sowie auf dem Einsatz von Large Language Models (LLMs) zur Unterstützung bei der Generierung und Evaluation von Kompetenzfragen. Die gemeinsamen Gespräche und Diskussionen verdeutlichten, wie Methoden aus Informatik und künstlicher Intelligenz mit materialwissenschaftlichem Wissen verknüpft werden können, um neue Ansätze für die Repräsentation, Strukturierung und Nutzung von Forschungsdaten zu entwickeln.

Der Besuch unterstrich den hohen Mehrwert des interdisziplinären Austauschs innerhalb von COIN und schafft eine wichtige Grundlage für die weitere Zusammenarbeit im Rahmen des Forschungsprojekts C1.