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Im Rahmen einer interdisziplinären Hands-on-Session wurde in Jena eine Polymerisation von Butylmethacrylat durchgeführt, an der Chemiker Lars Flüggen sowie die Datenwissenschaftler:innen Sarah Bachinger und Vishvapalsinhji Parmar aus verschiedenen Teilprojekten von COIN (A2 und C1) beteiligt waren. Live aus Bayreuth zugeschaltet war zudem Oliver Zahn aus dem COIN-Teilprojekt A1, der sich mit der Entwicklung einer sicheren und effizienten Mensch-Roboter-Interaktion in chemischen Laboren beschäftigt. Ziel des gemeinsamen Experiments war es, den Beteiligten einen praxisnahen Einblick in die einzelnen Durchführungsschritte von Polymerisationsreaktionen im Labor zu geben und zu veranschaulichen, wie die experimentellen Daten entstehen, die in den datenwissenschaftlich- und robotik-geprägten Teilprojekten weiterverwendet werden.
Der gesamte Versuch sowie die erzielten Ergebnisse wurden im elektronischen Laborbuch elabFTW vollständig dokumentiert. Darüber hinaus erläuterten die Datenwissenschaftler:innen die spezifischen Anforderungen an die experimentellen Daten, insbesondere im Hinblick auf deren Weiterverarbeitung und Nutzung mittels datengetriebener Methoden.
Das Graduiertenkolleg 3040 COIN verfolgt das Ziel einer umfassenden interdisziplinären Ausbildung der Promovierenden an der Schnittstelle von (Polymer-)Chemie, Datenwissenschaften und Informatik/Robotik. Entsprechend setzt sich die aktuelle Kohorte aus Promovierenden dieser unterschiedlichen Fachrichtungen zusammen. Ein kontinuierlicher und enger Austausch zwischen den Disziplinen ist daher essenziell, um ein gegenseitiges Verständnis für Methoden, Daten und Fragestellungen zu entwickeln. Aus diesem Grund sind auch künftig weitere interdisziplinäre Austauschformate wie die hier durchgeführte praktische Polymerisation geplant.